[Gedicht] Tiefe Schatten

Freitag, 27. Februar 2015

Wie schwarze klebrige Spinnenfäden,
schleichen sich depressive Gedanken in meinen Kopf
Ich renne und renne und renne
und komm doch nirgendwo an

Es zerreißt mich von innen heraus
Während ich nicht tun kann was ich will
Meine Haut ist mir zu eng
Ich will hier raus

Ich schreie und schreie,
doch niemand kann mich hören
Das festgetapte Lächeln auf meinem Gesicht,
es täuscht sie alle

Im Traum sind meine Arme voller Blut
Das Gesicht nass vom Regen
Ich wollte mit dem Kopf mitten durch die Wand
Doch es brach mir das Genick

Nun sitze ich hier, völlig am Boden
Meine Flügel sind gebrochen
Weiß nicht, wie ich wieder aufstehen soll
Wie ich jemals wieder durch den Regen tanzen kann

Aber eines weiß ich:
Es wird irgendwie gehen, irgendwie irgendwann irgendwo ...

[Fotos] Die ersten Versuche mit meiner Sony

Donnerstag, 26. Februar 2015

Wie ja einige von euch bereits wissen, habe ich mir Anfang des Jahres eine Sony gekauft, um neben dem Schreiben meine Kreativität auch ein wenig mit dem Fotografieren auszuleben.
Und hier möchte ich euch meine ersten Ergebnisse zeigen ;)

Aber Achtung, ich bin absoluter Anfänger und ich denke, dies sieht man auch, also seid bitte nicht zu hart mit eurer Kritik ^^

Ein paar meiner Degus

Und ein wenig aus der geduldigen Natur

So, das war mal ein erster kleiner Einblick ;)

Liebste Grüße,
Vivka

[Leandriis, die Wölfin] Kapitel 12 - Spinnenweben

Mittwoch, 25. Februar 2015

Sie wanderten mittlerweile seit Tagen und die fruchtbaren Felder hatten sich in braches Land verwandelt. Starr und anklagend wiesen trockene Baumgerippe in den Horizont. Schwarze, abgebrannte Ruinen säumten ihren Weg. Es war still, so unnatürlich still, dass es Lea und Kian in den Ohren wehtat. Nur selten kreuzte ein Lebewesen ihren Weg und noch seltener trafen sie auf Menschen, die in den Ruinen hausten. Auch die nächste Stadt, die die beiden erreichten war verlassen. Gespenstisch pfiff der Wind durch das zerbrochene Gestein und ließ laut krachend hölzerne Fensterladen an die Mauer krachen. Fröstelnd und immer wieder zusammen zuckend zog Lea ihren zerschlissenen Mantel enger um sich. Sie wusste nicht warum, aber sie verspürte Angst. Tief sitzende, animalische Angst. Plötzlich blitzend Bilder vor ihrem Auge auf und wimmernd fiel sie auf die Knie. „Lea!“, schrie Kian, aber der schrille Schrei drang gar nicht mehr bis zu ihr durch.

Ceri! Der Name bohrte sich in ihr Bewusstsein und ließ eine Explosion voller Schmerz folgen. Ceri? Wer sollte Ceri sein?
Mühsam erhob sie sich. Ihre Handballen brannten vor Kälte und jetzt erst registrierte sie wo sie war. Viel hatte sich geändert. Nun, sie war immer noch in der gleichen Stadt, aber scheinbar tief in der Vergangenheit. Die Häuser waren in einem besseres Zustand und wurden dick von einer weichen Federdecke aus strahlendem Schnee zugedeckt. Allerdings war noch immer kein Mensch zu sehen. Lea spürte sie wie sie sich alle hinter ihren dicken Mauern versteckten. Wimmerten von Angst, obwohl niemand wusste woher dieser Furcht überhaupt kam. Dunkelheit hatte sich wie Nebel über die einst gut gedeihende Kleinstadt gelegt. Seit, ja seit dieses junge Mädchen aufgetaucht war. Barfuss, mitten im Winter. Wie ein Todesengel sah sie aus. Ihre Haut war bleich, lange schwarze Haare wie Spinnenweben und dunkle kohlrabenschwarze Augen. Bettelnd hatte sie an die Haustüren geklopft und um Essen und einen warmen Platz zum Übernachten gebeten. Doch niemand wollte sich ihr erbarmen. Sie alle wichen unwillkürlich vor diesem Mädchen zurück. Etwas war an ihr. Irgendetwas Dunkles. Wimmernd zog sie von Tür zu Tür, doch niemand öffnete ihr. Selbst das Kirchentor blieb ihr verschlossen in dieser unheiligen Nacht. Verschlossen vor einem halb verhungerten, frierenden Mädchen. Dies war die Nacht in der das Böse Einzug in die Herzen der Menschen hielt. Wer so grausam war, ein Mädchen, welches noch dazu schwanger war, in dieser kalten Winternacht dem Tode zu überlassen, sollte nicht mehr Freude empfinden können.
Denn Ceri, dies war der Name des Mädchens, war kein normales Mädchen. Uralte Magie war in ihr erwacht. Magie wie sie die Welt seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen hatte und wie es sie schon lange nicht mehr geben sollte. Denn alle magiebegabten Wesen waren ausgelöscht worden. Hexen, Elfen, Wölfe. Doch in Ceri hatte ein Funken überlebt und diesen Funken übertrug sie nun in das Herz ihrer ungeborenen Tochter. All ihr Schmerz, ihr Hass wandelte sich in einen dunklen Strudel voller Schwärze und Macht. So wurde bereits vor Leandras Geburt die Gabe der Feach in ihre Seele gelegt und sollte später Verderben über das Leben der Menschen bringen. So wurden die Feach geschaffen, in ihrer Ursprungsform.

Keuchend erwachte Lea aus ihren Gedanken als Kian ihr ins Gesicht schlug. Schuldbewusst sah er sie aus seinen schokoladenbraunen Augen an und biss verlegen auf seiner Unterlippe herum, aber er hatte sich nicht mehr anders zu helfen gewusst. „Ich, Lea, es tut mir Leid“, brach es aus ihm heraus. Doch das Mädchen schüttelte nur den Kopf. „Hier hat es angefangen“, flüsterte sie nur. „Was hat ihr angefangen? Lea?“ „Das Böse!“ Lea richtete sich bei diesen Worten auf und blickte durch das Ruinendorf, ihre langen braunen Haaren wirbelten wild um sie herum.
Kian betrachtete sie irritiert, er verstand nicht was sie meinte, aber er merkte, dass Lea sich plötzlich verändert hatte. Sie wirkte aufrechter, stärker. Als hätte sie etwas verstanden.
Lea richtete ihre grünen Augen auf Kian und blickte mitten durch sie hindurch in seine Seele. „Wenn es hier angefangen hat, wird es vielleicht auch hier enden“, meinte Lea. „Vielleicht ist unser Ziel näher als wir dachten. Kian … ich wollte das alles nie.“ Tränen traten ihr in die Augen und von einem Augenblick zum anderen wurde sie wieder zu der Lea die er kannte. „Ich bin nur ein kleines Mädchen, ich kann nicht das Überleben eines ganzen Volkes retten.“ Kian trat zu seiner Freundin und nahm sie sanft in den Arm. Leise flüsterte in ihr Ohr: „Ich bin bei dir! Jederzeit! Du wirst niemals alleine sein. Ich weiß, dass das alles so groß für dich erscheint, aber du kannst das schaffen. Wer wenn nicht du?“, fragte er sanft und strich ihr mit einem schelmischen Lächeln eine Strähne hinters Ohr. Beide waren sich so nahe. Sie konnten den jeweils anderen Atem auf der Haut spüren und es kribbelte leicht in Leas Bauch, als Kian plötzlich auf keuchte und sich seine Augen vor Entsetzen weiteten. Seine rechte Hand für nach unten zu seiner Brust und umklammerte die Pfeilspitze die hervorragte. Lea starrte wie gelähmt auf die Stelle, während Kian sie geistesgegenwärtig zur Seite stieß und sich schwer atmend der Straße zu wandte auf der sich eine humpelnde Gestalt näherte. Als sie nah genug heran gekommen war, dass sie ein Gesicht erkennen konnten, zogen beide Feach entsetzt die Luft ein.

[Serienkritik] Suburgatory

Dienstag, 24. Februar 2015

Ich habe mal wieder eine komplette Serie durch und dazu werde ich mich auch mal kurz äußern, denn wie ihr wisst, gebe ich gerne meine Meinung zu allem ab ;)

Worum es geht:
(nur in English!!!)

Tessa muss mit ihrem Vater aus Manhattan in einen kleinen Vorort ziehen, als dieser eine Packung Kondome in ihrem Zimmer findet.
Von nun an soll sie in dem Vorort aufwachsen und dem schändlichen Großstadtleben fern bleiben.
Natürlich klappt das alles nicht so wie geplant und in den drei Staffeln stolpert man durch so einige skurrile Situationen.
Tessa ist eine junge Dame, die sich sehr selbstbewusst und orientiert durchs Leben schlägt, das sieht man auch an ihrer neuen Schule und dass sie einfach anders ist, als all die aufgeblasenen Plastikpuppen in diesem Ort.
Allen voran Dalia und ihre Mutter Dallas, Barbiepuppen vom feinsten und Carly Chaikin als Dalia muss wohl so einige Mal selbst an ihrer Figur gezweifelt haben, so skurill ist sie.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, Tessa verliebt sich in den Bruder ihrer besten Freundin Liza und auch Liza verwebt sich in einem Liebesdrama mit einem überraschenden Ende.
Hervorheben kann man auch, dass die Story keinen übergeordneten Erzähler hat, sondern von Tessa selbst erzählt wird und somit eine ganz spezielle Tiefe und Beziehung zu Tessa aufbaut.
Neben Witz und Charme, kann man in der Serie auch ein wenig Gesellschaftskritik finden, besonders in Bezug auf Aussehen im Rückschluss zum Charakter.
Besonders deutlich wird dies zB bei Dallas. 
Sie sieht aus wie eine Barbiepuppe, hat jedoch ein sehr gutes Herz und möchte gerne allen helfen und zeigt eine Charaktertiefe, die man ihr im ersten Moment nicht zuschreiben möchte.

Eine wunderbare Mischung aus Humor, witzigen Dialogen, Oberflächlichkeit und Tiefgründigkeit, Abwechslung und einfach tolle Folgen mit vielen WTF-Momenten, Bezüge zu eigenem Leben und einen vollen Einsatz der Lachmuskeln!  
Quelle: Amazon

[Gedicht] Suchende Seele

Montag, 23. Februar 2015

Das Gefühl zu leben
Irgendwo verloren 
Zwischen gestern und heute

Einsam
In einer Welt voller Menschen
Liege ich in der Dunkelheit

Frage mich, was ich hier soll
Frage mich, was mir das Leben bringt
Frage mich, wie ich so geworden  bin

Meine Seele, orientierungslos
Sucht nach einem Ort
An dem ich zuhause bin

Alle Kraft verloren
Ausdruckslos wie ein leeres Blatt Papier
Zertreten wie welkes Laub

Meine Träume verloren
Abgestürzt aus den Wolken
Die mich trugen

Ich kann fliegen
Flüsterte ich
Und sprang ... 

[Rezept] Mediterraner Nudelsalat Variante 2

Sonntag, 22. Februar 2015

Zutaten:
  • 500g Nudeln
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Gläser getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 Packung Feta
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Glas Champignons in Ölmarinade
  • Gewürze


Zubereitung:
  • zunächst die Nudeln ganz normal kochen
  • währenddessen könnt ihr schonmal die Frühlingszwiebeln und den Feta kleinschneiden, sowie die Tomaten in ein Sieb abgießen und ebenfalls kleinschneiden 
  • die Nudeln abgießen und in eine Schüssel geben
  • nun mit den Frühlingszwiebeln, dem Feta und den Tomaten vermischen
  • dann schneidet die Knoblauchzehe klein und mischt sie unter den Salat genauso wie die Champignons
  • mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen, gut verrühren und mindestens ein paar Stunden ziehen lassen

[Leandriis, die Wölfin] Kapitel 11 - Lauf, lauf so schnell du kannst

Freitag, 20. Februar 2015

Claire“, Pertiz kalte Stimme holte sie aus ihren Gedanken. Pertiz seufzte als er in Claires tiefblauen Augen schaute und die Antwort lesen konnte, die Antwort die er nicht hatte hören wollen. „Die Wolfsjagd ist beendet! Pertiz, diese Kinder sind nicht für die Taten ihrer Eltern verantwortlich. Sieh sie dir an!“, bat Claire und sah ihren Mann eindringlich an. Unwillig wandte sich Pertiz den beiden Feach zu. „Sie sind Kinder, beide bei Menschen aufgewacht, sie wissen doch gar nicht, welche Macht sie haben. Wie könnten sie sein wie … die anderen damals?“ „Und weil sie nicht wissen, welche Macht sie haben, sind sie gefährlicher als all jene damals, Claire. Was, wenn das Monster aus ihnen herausbricht und sie morden ohne es zu wissen. Tiere reißen. Menschen verletzen. Kinder reißen. Nein, Claire, dass lasse ich nicht zu!“ Mit brennenden Hass in den Augen drehte er sich zu Kian und Lea um, bei erstarrt vor den geifernden Hunden viel zu nah vor ihnen. Kian überlegte fieberhaft, aber selbst mit Claire auf ihrer Seite hatten sie keine Chance. Nicht gegen Pertiz und die vier Hunde gleichzeitig. Doch dann passierte etwas seltsames …

Nebel kam auf und hüllte die Lichtung in eine nichts durchdringende Decke. „Schwester“, Hallvor blickte Claire tief in die Augen und lächelte. „Hallvor? Aber, aber wie ist das möglich? Du bist tot!“ Bleich, zitternd und mit Tränen in den Augen starrte Claire ihre Schwester an. „Ich bin nur eine Erinnerung, Schwester, um diesen beiden jungen Hoffnungen zu helfen in ihrer Not. Aber es ist schön dich zu sehen, du bist so erwachsen geworden, so wunderhübsch. Nur leider kann ich nicht länger bleiben. Schwester, besinn dich. Lebe deine Träume.“ Damit verschwand Hallvor und nur eine neblige Wolke blieb zurück, die sich um die vier Höllenhunde sammelte und sie scheinbar hypnotisierte. Wollig brummend schlossen diese ihre Augen, streckten sich auf dem weichen Moosboden aus und träumten mit zuckenden Ohren vor sich hin. In dem Moment kam Pertiz wieder zu sich. „Was zum Teufel geht hier vor? Ihr seid doch alle verflucht!“ Keine Sekunde später schrie Claire den Feach zu, dass sie rennen sollten, so schnell sie nur konnten und Kian zögerte keinen Bruchteil, fasste nach Leas Hand und rannte los, das Mädchen hinter sich her ziehend. Lea, die einen Moment länger als Kian zu Claire blickte, sah, wie diese sich zu verändern schien. Ihre Nase wurde spitzer, ihre Zähne länger, pelzige Ohren stoben aus ihren Haaren. Mit Entsetzen verfolgte sie diese Verwandlung, als Kians Hand sie unsanft weg zog und sie den Blickkontakt verlor. Das letzte was die beiden auf ihrer halsbrecherischen Flucht hörten war das schreckliche Geräusch von zerreißenden Stoff und knackenden Knochen.
Lange Zeit liefen sie einfach weiter. Seite an Seite. Meile für Meile. Ein Schritt nach dem anderen. Schweigend. Irgendwann, es mussten bereits Stunden vergangen sein, verlangsamten beide wie auf Befehl gleichzeitig ihren Schritt und blieben schließlich stehen. Sie hatten den Waldrand erreicht und standen nur an den Ausläufen riesiger, weiter Felder voller gelb blühender Blumen. „Lea“, Kian wandte sich an seine Freundin und erstarrte. Lea stand zitternd neben ihm, sie hatten den Kopf so gesenkt, dass ihre langen braunen Haaren ihr Gesicht bedeckten und trotzdem konnte Kian die Tränen sehen, die ihr die Wangen herunter liefen. „Lea, hey“, sanft nahm er sie in den Armen und strich über ihren Rücken. Lange hielt er sie so fest, während sie ihrer Verzweiflung freien Lauf ließ. Es dauerte lange bis ihr Atem sich beruhigte und ihre grünen Augen nicht mehr feucht glänzten und doch, Kian genoss es ihren Körper so nah an sich zu haben. Den Duft ihrer Haare einzuatmen, diesen tollen Geruch nach Tannennadeln. Gleichzeitig schämte er sich, ihre Trauer dermaßen aus zu nutzen, doch kaum etwas mehr als Lea wünschte er sich. Als sie sich schließlich sanft aus seiner Umarmung löste, konnte er ein kleines unwilliges Stöhnen nicht unterdrücken. Dann jedoch schaute sie ihn an und dieser Blick aus moosgrünen Augen fraß sich tief in sein Herz und ließ es so schnell schlagen, dass er dachte, es würde ihn jeden Moment aus der Brust springen. Lea, schwor er in Gedanken, ich werde dich mit meinem Leben beschützen, denn du bist mein Paradies.
Nach einer kurzen Rast liefen sie weiter. Sie wollten diese unendlichen Felder so schnell wie möglich hinter sich lassen, denn sie boten kaum Schutz. Keiner von beiden wollte darüber nachdenken, was mit Pertiz geschehen war, doch die nervenzerfetzenden Laute bei ihrer Flucht hatte keiner vergessen. Allerdings konnten sie immer noch nicht wissen, ob er oder anderen ihnen vielleicht doch noch folgen würde, oder ob Claire ihre Meinung wieder geändert hatte und ihnen die Schuld an Pertiz Tod gab. Kian und Lea waren sich nur eins gewiss: Nichts schien in ihrem Leben mehr sicher zu sein. Bei Einbruch der Dunkelheit rasteten sie unter einem ausladendem Apfelbaum, der sich irgendwie sein Territorium mitten in den Feldern erkämpft und verteidigt hatte. Vollkommen erschöpft pflückten sie ein paar der roten Äpfel und ließen sich auf den steinharten Boden nieder. Noch bevor beide den Kopf auf den Boden sinken ließen, waren sie schon fast tief und fest eingeschlafen und wurden nur noch einmal wach, als ein roter Fellbausch aus hohem Weizen hervor geschossen kam und auf Leas Schoß sprang. „Coa, du feiger Flohball, wo warst du die ganze Zeit?“ Schnurrend rieb die Katze ihren Kopf an Leas Schulter und rollte sich zu einem Ball zusammen ohne Lea oder Kian noch eines Blickes zu würdigen.

[Malstube] Schildkröte

Donnerstag, 19. Februar 2015

Ich weiß ja, dass ich weder zeichnen noch malen kann, aber trotzdem musste ich meine letzte einsame Leinwand noch irgendwie bemalen, also hier die Entwicklung einer weißen Leinwand zu einer bunten Meeresschildkröte mit Ölpastellkreide =)


Dann kam die erste Vorzeichnung auf der Leinwand ^^


Und die erste Farbe, und ab da an gings bergab ^^


Und nun das fertige Bild ... Kein Meisterwerk, aber trotzdem ganz annehmbar, glaube ich ;)

[Ankündigung] Blogger schenken Lesefreude

Mittwoch, 18. Februar 2015


Endlich ist es wieder soweit, die Anmeldung für Blogger schenken Lesefreude 2015 ist endlich eröffnet.

Nachdem ich bereits in den letzten beiden Jahren daran teilgenommen habe, möchte ich auch dieses Jahr wieder mitmachen und das sogar mit zwei Büchern in diesem Blog.

Worum geht es:
Am 23.04. ist Welttag des Buches und dies haben die beiden Initiatoren dieser Aktion zum Anlass gemacht, ein riesiges Bloggerevent zu veranstalten, indem Blogger auf ihren Blogs, Webseiten und Facebook-Seiten Bücher an diesem Tag verlosen.
Bereits im ersten Jahr war die Aktion ein riesengroßer Erfolg und wächst mittlerweile von Jahr zu Jahr und macht viele Menschen mit neuem Lesestoff sehr glücklich.
Auch ich habe bisher in jedem Jahr das ein oder andere Buch, und darunter auch wahre Herzenswünsche, gewonnen und freue mich schon sehr auf dieses Jahr =D
Zur Originalwebseite - Blogger schenken Lesefreude 

Welche Bücher es dieses Jahr bei mir zu gewinnen gibt:

1. Wolfsliebe - Rilke Reiniger (signiert!)
- Kinder- und Jugendbuch -


"Die Wölfin Samika findet nach entbehrungsreicher Wanderung im Spätwinter ein neues Gebiet. Sie ruft nach einem Partner, aber hier leben keine Wölfe. Jannik jedoch, ein Hund, der einem Wolf auf verwirrende Weise ähnlich ist, folgt ihrem Ruf. Die Liebe dieser leidenschaftlichen und gegensätzlichen Naturwesen zeugt neues Leben und ein neues Rudel mit vier Welpen. Der Sommer wird überschattet von der Verfolgung durch Menschen, die den Mischlingsnachwuchs nicht dulden wollen. Auf der Flucht werden Samika und Jannik vor die Wahl zwischen zwei Welten gestellt. Wofür entscheiden sie sich?"

 2. Entzweit - Vom Aufbruch einer Zerrissenen - Natalie Harapat
- Roman -


"Eingeengt von der Biederkeit der Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist, überfordert davon, ihrem Leben einen Sinn geben zu müssen, und beherrscht von dem Zwang, sich selbst definieren zu wollen, schmeißt die junge Mali ihr BWL-Studium und stürzt sich in das Abenteuer Großstadt.

Oberflächlichkeit, Beliebigkeit und unersättliche Vergnügungssucht erwarten sie. Freundschaften sind nicht von Dauer, Probleme werden verdrängt. Mali verliert sich in Partys und Drogeneskapaden. Ihre älteste und beste Freundin Christina, ihre letzte Verbindung zur Heimat, versucht, Mali zu helfen – aber ist eine Rückkehr in die »heile Welt« wirklich die Lösung?"


Los geht es am 23.04., also schaut wieder vorbei und folgt mir doch bei
- GFC
um auf dem Laufenden zu bleiben!

Liebste Grüße,
Vivka

[Filmkritik] Baymax - Ein riesiges Robowahobu

Dienstag, 17. Februar 2015

Ein dickes Michelin-Männchen, ach nee, Baymax ist im Kino =)

Einmal der Trailer:

Ein wunderbarer Film aus der Animationstechnik.
Baymax ist angelegt wie ein Kinderfilm, aber viele Witze und Anspielungen können meiner Meinung nach nur Erwachsene verstehen, weswegend er Film für Jung und Alt geeignet ist und ein tolles gemeinsames Filmfamilienabenteuer bietet.

Hiro verliert seinen Bruder als er gerade von ihm davon überzeugt wurde an die Uni zu gehen und versinkt in Trauer, woraus ihn erst der von seinem Bruder entwickelte Roboter Baymax erwecken kann. Danach macht er sich mit ihm und seinen Freunden von der Uni auf die Suche nach dem Mörder seines Bruders und seines Professors.
Baymax ist witzig und liebenswert, chaotisch und hat die Lacher der Zuschauer eindeutig auf seiner Seite, auch Bastian Pastewka als Synchronsprecher unterstreicht diesen Charakter perfekt.
Besonders aber auch die Clique rund um Hiro ist absolut sehenswert und hat den ein oder anderen Lacher im Gepäck, einfach traumhaft lustig.

Hier wird auch einmal wieder deutlich, dass Disney sich generell sehr gerne in ihren Filmen über Tod und Trauer auseinander setzen, denn auch hier wird die Kernstory vom Tod von Hiros Bruder gebildet und daraus das Abenteuer aufgebaut.
Doch trotz diesen Schwerpunktes gelingt es dem Film nicht schwer zu werden, sondern eine herzergreifende Geschichte um die Freundschaft eines Jungen und seines Roboters auszubauen und mit vielen lustigen Elemten zu erweitern.
 Ein bisschen erinnert der Film an eine Mischung aus Marvels Avengers und Power Rangers gepaart mit Disney und japanischer Animekunst.
Aber genau daraus entsteht auch der Charme von Baymax und aus dem witzigen, symphatischen Baymax.

Mein Fazit: Dieser Film ist absolut sehenswert!

[Gedicht] Zerkratzte Melodie

Es war wie eine Melodie
Tief
Zerkratzt
Falsch

Sie umhüllte mich
Und es war mehr,
als mein Leben ertragen konnte

Die Verzweiflung in meinem Inneren
Die Einsamkeit
Schlimmer war nur die Leere

Diese schwarzen Löcher,
die immer öfter kamen
Und mich hinab zerrten
In diesen Strudel,
aus dem es nur ein Ausweg gab

Und so begann es
Mitten in der Nacht
Alleine
Nur begleitet vom Rhythmus der Regentropfen auf meinem Fenster,
welcher ein trauriges Lied spielte

Ich bin zu müde um weiter zu gehen
Doch zu stark um liegen zu bleiben
Ich hasse und liebe das Leben gleichermaßen

Der Beginn vom Ende …

[Leandriis, die Wölfin] Kapitel 10 - Ein dunkles Geheimnis

Sonntag, 15. Februar 2015

"Nein", Claire trat fauchend vor und stellte sich zwischen ihrm Mann und den zwei Feach. "Du wirst ihnen nichts antun." "Ach und warum sollte ich nicht? Claire! Sie sind böse Wesen, sie haben uns die Kinder geraubt, Angst und Schrecken verbreitet! Damals, in den dunklen Zeiten. Ich werde es nie vergessen und niemals darf auch nur einen von ihnen überleben! Ich habe dich verschont, weil du zur Hälfte ein Mensch bist und keine Zeichen der Seuche an dir hast. Aber diese beiden sind vollblütige Wölfe und damit ist ihr Todesurteil unterschrieben!“ „Aber Pertiz, sie sind doch nur Kinder.“ „Kinder, die irgendwann auch einmal erwachsen werden und sich paaren und kaum sind wir bevölkert von räudigen Wölfen und stecken wieder mittendrin im dunklen Zeitalter, welches wir mit der Ausrottung der Seuche hinter uns gelassen gedachten haben.“ Pertiz Worte troffen nur so vor Hass und Abscheu, dass es Lea eiskalt den Rücken herunter lief. Das dunkle Zeitalter … sie wusste nicht wovon er sprach. Claire dagegen erinnerte sich …

Das dunkle Zeitalter. Solange war es bereits her und doch wieder nicht. Sie war damals ein kleines Mädchen gewesen. Die Welt war von Wölfen bevölkert gewesen und anderen, ungleich schlimmeren Wesen. Doch was einige wenige getan hatten, hatte das gesamte Volk der Feach in Verruf gebracht. Überall wurden sie gejagt und getötet, egal ob Mann, Frau oder Kind. Und sie, sie war mittendrin gewesen. Denn ihre eigene Schwester war eine dieser wenigen. Sie war mit daran Schuld, dass die Feach nicht mehr in Frieden mit den Menschen leben konnten, sondern auf der Abschussliste standen. Ihre Schwester, Hallvor, und einige andere Feach hatten sich Mischa angeschlossen, einem jungen Wolf, der mehr wollte. Der für die Macht lebte und die Macht über die schwachen Menschen gewinnen wollte. Für ihn waren die Menschen niedere Wesen, die nicht die Fähigkeiten besaßen wie die Feach und so scharrte er seine Anhänger um sich und brachte Schrecken und Grauen auf die Welt. Es war eine grausame Zeit. Mischa war blind für alles, außer für die Macht und für Hallvor. Er begehrte sie und sie sonnte sich in seiner Aufmerksamkeit. Ließ sich mit in die Abgründe der Macht reißen. Die beiden herrschten über die Welt, brachten die Feach in Verruf und ließen das dunkle Zeitalter drei lange Jahre lang bestehen. Dann … dann erwachte Hallvor aus ihrer Trance. Es war der Tag, an dem Mischa ihre geliebte kleine Schwester umbringen wollte. Claire. Hallvor erstarrte. Sie war so wunderhübsch. Das kleine zierliche Mädchen, nur zur Hälfte eine Feach, aber Hallvor hatte sie schon immer abgöttig verehrt und ihr war es egal gewesen. Dabei hatte sie an der Seite des dunklen Feach-Herrschers genau solche Menschen, Wesen, verurteilt, gejagt, getötet. Und nun stand sie da auf dem von Fackellicht erhellten Opferplatz und sah ihre eigene Schwester an, ihr Fleisch und Blut. Ohne es zu wollen zerbrach etwas in ihr. Ihre Liebe zu Mischa erfror zu blinden Hass. Tief grub sich das Gefühl in ihre Seele, in ihr Herz. Hoch erhobenen Hauptes schritt sie über den glatten Kieselstein weg und stellte sich vor ihre Schwester. Sah ihr in die Augen. Bat stumm um Entschuldigung. Ließ ein Lächeln auf ihre Lippen gleiten, dreht sich um und stach in der gleichen Bewegung den Dolch statt ins Herz ihrer Schwester in das pulsierende Dunkel in der Brust von Mischa. Stumm weiteten sich seine Augen und der Schmerz und der Verrat in ihm schrien laut und auch aus seinem Mund kamen lautlose Schreie. Schwarze Fäden voller Dunkelheit fraßen sich an der kalten Schneide des Dolches herab und troffen aus Hallvors Hand. Entsetzt musste sie mitansehen wie erst ihre Finger, dann ihre Hand und immer weiter ihr Körper von den Dunkelfäden eingehüllt und verätzt wurde, bis nichts mehr von ihr übrig war. Doch das letzte was sie sah waren Claires wunderschöne blauen Augen. Das Entsetzen in ihnen nahm sie schon gar nicht mehr war. Ihre Gedanken war nicht hier und jetzt. Sie waren woanders, in einem früheren Leben. Die beiden Schwestern saßen in ihrem Bett, welches sie sich lange Zeit teilen mussten, dick eingehüllt in ihre Decken und weiße Dampfwölkchen bildet sich vor ihren Mündern. Voller Verzückung trieben die beiden Mädchen mit ihren Fingern die Wölkchen auseinander und atmeten neue aus. Ihre Mutter kam nach oben und hielt zwei dampfende blaue Becher in der Hand, einer von ihnen hatte einen leicht abgesplitterten Rand, Hallvors Tasse. Beide jauchzten vor Freude und nahmen die heiße Schokolade ihrer Mutter mit Freude in die Hände und strahlten. Es war ein Moment, so einfach, aber voller Magie. Ein Moment, den sich Hallvor bewahrt hatte, all die Jahre. Ihr Grund zu leben und mit genau diesem Moment starb sie. Voller Freude, voller Magie, voller Liebe.
Doch Hallvor sollte nicht in Frieden sterben. Für all ihre Taten sollte sie büßen und das tat sie nun, bis die Feach endlich erlöst werden sollten. Bis diejenige kam die den Schlüssen zum Tal der Wölfe, dem Paradies, in sich trug.
Doch nach Mischas Tod wurde es nicht besser, das Zeitalter der Dunkelheit verging mit der Zeit, doch die Menschen lebten in Angst. Veranstalteten Jagden, hetzten und töteten jeden Feach, dem sie habhaft werden konnten sowie jeden Menschen, der sich in irgendeiner Weise als Wolfsfreund zu erkennen gab. Nichts wurde wieder normal. Selbst als die Wölfe als ausgerottet galten, kehrte kein Frieden ein, so tief saß die Angst. Märchen, Legenden, Mythen wurden geschaffen und in einer jeden galt der Wolf als böse, gefährlich, tödlich. Die wenigen Feach die doch noch lebten, verkrochen sich und lebten einsam und abgeschieden. Es war kein erfülltes Leben mehr, nur noch von Angst und Furcht beherrscht, jemand könnte herausfinden, welches Blut in ihm floss.
Claire konnte den Tod Hallvors kaum verarbeiten und für sie trugen ebenfalls die Feach die Schuld daran. Sie fing an sie zu hassen, mehr als das, mit Freude beteiligte sie sich an den Wolfsjagden, verurteilte das Blut in sich, welches sie zur Hälfte selbst zur Feach machte, und wusste bald schon nicht mehr, das es andere Gefühle als den schwelenden Hass in sich gab. Doch dann gab es immer weniger von ihnen auf der Welt, nur noch streunende Hunde fanden sie, und in Claire wuchs langsam und stumpf eine Leere heran, die den Hass vertrieb und bald nur noch Verzweiflung zurück ließ. Sie hatte ihren Lebensinhalt verloren und konnte damit nicht umgehen. Wer war sie denn jetzt noch? Die Vergangenheit klebte an ihr wie Harz und überall erkannte man sie. Claire, die unglaubliche Wolfsjägerin. Doch davon war bald nichts mehr übrig. Sie wurde ein Nichts und sie fühlte sich wie ein Nichts. Der Hass in ihr war verstummt und zum ersten Mal seit Jahren, eigentlich sogar zum allerersten Mal, begann sie um ihre Schwester zu trauern. Und dann wurde ihr bewusst was sie eigentlich getan hatte. Und gleichzeitig verdrängte sie es. Sie, die Wolfsjägerin ließ sich bei einer kleinen Familie nieder, lernte Pertiz kennen und begann ein neues Leben. Vergaß einige Zeit was der dunkelste Fleck in ihrem Leben war und dann, dann war erst Kian und kurz darauf Lea in ihr Leben getreten. Wie Säure hatte sich ihre Vergangenheit durch das kleine enge Gefängnis in ihrem Herzen gebrannt und alles taufrisch in ihr zum klingen gebracht. Doch der Hass war verschwunden, genauso wie die Verzweiflung. Sie lebte ihr Leben und sie wollte es nicht mehr anders und sie beschützte Kian genauso wie Leandriis, auch wenn ihr Instinkt dagegen war und nun fand sie sich im Wald wieder. So wie unzählige Mal zuvor, doch nun lag das Schicksal in ihrer Hand. Sie konnte entscheiden, wer heute starb, ob die Feach eine Chance verlieren sollten ins Paradies zu kommen und sie musste darüber nicht lange nachdenken, ihre Entscheidung war bereits damals gefallen, als sie in Hallvors todgeweihten Augen geblickt hatte.

[Gedicht] Vergiftet

Sonntag, 8. Februar 2015

Träume, bunt und hell
Wie Seifenblasen leicht
Empor geträumt
So leicht zerplatzt

Giftige Galle spritzt hervor
Dunkelheit, Hass, Wut, Neid
Tränen, verpestet mit Leere
Ohne Sohnenstrahl

Das Gefühl zu fallen
Tief, so tief
Ohne Halt
Nie wieder aufstehen

Das Leben gebrochen
In tausend Splitter klein
Vorbei, vorbei, vorbei
Schmerz, Blut, Stille

[Leandriis, die Wölfin] Kapitel 9 - Der Anfang einer Reise

Donnerstag, 5. Februar 2015


Kauernd hockte Lea in der windschiefen Kate mitten im Wald und drückte sich so tief in die Schatten, dass kaum mehr etwas von ihr zu sehen war. Wie lange sie hier schon hockte, konnte sie nicht sagen, aber langsam breitete sich eine dumpfe Taubheit in ihren Beinen aus und unbewusst wiegte sie sich sanft hin und her. Draußen rauschten starke Windböen durch das dichte Geäst, und zu allem Überfluss begann es auch noch zu regnen. Seufzend rieb sich Lea über die Unterarme und stand auf. Ihr war kalt, sie war verängstigt und sie hatte keine Ahnung wie es weiter gehen sollte. Innerhalb eines Momentes war ihre Welt wieder einmal zusammen gebrochen! Erst ihre Familie, dann Cassian und nun schon wieder. Wie oft sollte sie das noch ertragen können und müssen? Schmerzhaft zog sich ihr Herz zusammen als sie daran dachte, Rajael verlassen zu müssen und auch Kian, denn sie hatte beschlossen es nicht zu zu lassen, dass er sie begleitete. Sie wollte nicht, dass auch sein Leben zerbrach. Sie wollte, dass er glücklich war und wenn nötig auch ohne sie. Mitten in ihren Überlegungen gefangen, bemerkte sie erst spät, dass sich jemand der Hütte näherte. Erschrocken wich sie wieder in die Schatten zurück und atmete nur noch flach. Ihre Hände hatten sich gekrümmt und glichen nun eher Krallen als menschlichen Fingern.
Schnell“, flüsterte vor der Tür jemand leise und Lea entspannte sich, als sie Rajaels Stimme erkannte. Hastig schoben sich zwei Gestalten durch eine schmale Öffnung und laut miauend raste ein rotes Fellknäuel auf sie zu. „Coa“, erfreut fing Lea ihre Katze im Sprung auf und drückte sich das weiche Fell kurz ins Gesicht, bevor sie die Katze auf ihre linke Schulter setzte.
Wir müssen uns beeilen, die Stadt bereitet sich auf die Wolfsjagd vor, es dauert nicht mehr lange, dann wird es hier vor Jägern und Hunden nur so wimmeln.“ Eisig kalt liefen Schauer Leas Rücken hinunter, sie hatte niemals geglaubt, dass alles solche Ausmaße annehmen würde. Sie war doch nur ein kleines Mädchen, Wolfspelz hin oder her. Doch äußerlich hatte sie sich im Griff und nickte Rajael gefasst zu. „Dann sollte ich aufbrechen. Ich danke die Rajael, für die wunderschöne Zeit bei dir, ich hatte so etwas wie ein Zuhause gefunden und dafür werde ich dich niemals vergessen.“ Die rothaarige junge Frau lächelte und trat auf Lea zu. „Ich liebe dich kleines Mädchen und ich glaube an dich. Du wurdest für diese Aufgabe auserwählt und du wirst sie meistern, ich weiß es tief in meinem Herzen. Du bist stark! Du kannst alles schaffen!“ Sanft hauchte sie Lea einen Kuss auf die Stirn und übergab ihr den Leinensack, welchen sie mitgebracht hatte. „Hier. Ich habe einige nützliche Sachen eingepackt. Essen, Kräuter und ein paar andere Dinge. Ich wünsche euch viel Glück.“ Sie wandte sich Kian zu. „Pass auf dich und auf sie auf, ihr seid von nun an auf euch gestellt. Ich wünsche euch beiden Glück!“ Mit diesen Worten sah sie beide ernst an, drehte sich um und verschwand in der aufgehenden Sonne Richtung Dorf.
Nun dann“, begann Kian, wurde aber sofort von Lea unterbrochen. „Du kommst nicht mit!“ „Was?“, entsetzt starrte der Junge mit den wuscheligen Haaren sie an. „Ich habe eine Entscheidung getroffen und ich werde meine Bürde alleine tragen, sie geht dich nichts an, also solltest du auch dein Leben nicht für mich aufgeben!“ „Lea!“ Er starrte ihr direkt in die Augen. „Es geht mich sehr wohl etwas an! Du bist meine Freundin und außerdem … bin ich auch ein Feach, als ist es mein gutes Recht dich zu begleiten.“ Lea wankte. Ihr Entschluss war so fest gewesen, aber jetzt, sie sehnte sich danach, sein Angebot anzunehmen. Nicht alleine durch die Welt gehen zu müssen. Seine Nähe, seine Sicherheit neben sich zu spüren. Aber, konnte sie so egoistisch sein? Und doch, sie tat dies alles für die Feach und wenn er auch einer war, dann änderte dies ihre Einstellung.
Kian, wenn du dir wirklich sicher bist, dass du dieses Leben aufgeben willst, denn es wird dir nichts anderes übrig bleiben, wenn du mich begleitest, wenn du wirklich ein Ausgestoßener werden willst, der nirgendwo zuhause ist, dann … nehme ich dein Angebot an.“ Kian lächelte. „Ich bin mir dessen bewusst, Rajael hat ich genauso bearbeitet wie du und mein Entschluss wird nicht wanken. Ich werde dich begleiteten, denn alles was ich will, ist an deiner Seite zu sein, egal wo und in welcher Situation.“ Leas grüne Augen begannen zu leuchten und Kian schloss sie sanft in seine Arme, strich mit seinen samtenen Lippen über ihre Stirn und küsste sie sanft, so sanft.
Dann zerriss ein donnernder Schuss die Stille. Rajael, war Leas einziger Gedanke und stürzte zur Tür, doch von der rothaarigen Frau war nichts zu sehen. Ohne nachzudenken wollte sie losstürmen, doch Kian ergriff ihre Arme und hielt sie zurück. „Lass mich los“, verzweifelt kämpfte sie gegen ihn an und zerkratzte ihm dabei die Arme, bis hellrote Bluttropfen hervor quollen. „Du kannst ihr nicht helfen, Lea, sie wollte, dass wir fliehen, mach ihr Opfer nicht umsonst.“ Fest drückte er sie an die Wand und versuchte die schmerzenden Striemen zu ignorieren. Endlich beruhigte sich widerspenstige Mädchen ein wenig, schwer atmend lehnte sie an der Wand und Tränen voller Wut und Verzweiflung rannen ihr makelloses Gesicht herab. „Ich weiß, ich weiß“, wisperte Kian in ihr nach Fichten duftendes Haar. Lea löste sich sanft, aber bestimmt aus seiner Umarmung und schnallte sich den Leinsack, den Rajael mitgebracht hatte, auf den Rücken und trat ins helle Sonnenlicht hinaus. Kian an ihrer Seite. Ihre Reise hatte nun begonnen.


Sie waren nicht weit gekommen, als lautes Hundegebell sie einholte. Gehetzt sahen sie sich an und rannten los, Coa wies ihnen den Weg und ohne nachzudenken folgten beide der roten Katze durch das dichte Geäst. Doch die Meute blieb ihnen auf den Fersen. Männer brüllten. Hunde jaulten. Äste brachen. Und die beiden rannten schneller und schneller. Doch auch ihre Verfolger legten noch an Tempo zu und ließen sich nicht abschütteln, nicht jetzt, wo die Hunde ihre Fährte aufgenommen hatten. Denn die Menschen konnten sie durch ihr Äußeres täuschen, die Hunde nicht, zu offensichtlich war ihr Wolfsgeruch in ihrer menschlichen Natur zu riechen. Ein Ast peitschte Kian schmerzhaft ins Gesicht und hinterließ einen langen blutigen Striemen, jedoch ohne bewusst von ihm wahrgenommen zu werden, er rannte einfach. Schritt für Schritt. Nichts anderes war mehr in seinen Gedanken, nur noch der folgende Schritt nach dem vorigen. Daher bemerkte er es erst Sekundenbruchteile später, dass Lea plötzlich nicht mehr neben ihm war. Verwundert brauchte er nochmals mehrere Sekunden, bis seine Beine ihm gehorchten und er stehen blieb. Mit großen, vor Angst geweiteten Augen sah er sich um, doch er konnte sein Mädchen einfach nicht entdecken. Vorsichtig lief er den Weg, den sie genommen hatten zurück und wusste, dass er so zwangsläufig den Hund in die Quere kam, aber er konnte Lea einfach nicht zurück lassen. Und dann endlich erspähte er sie. Sie lag auf dem holzigen, weichen Boden und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den rechten Knöchel und fluchte leise vor sich hin, was Kian trotz aller Gefahr ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. „Komm, kannst du aufstehen?“ Er griff unter ihre Arme und zog sie hoch, sofort zischte Lea leise vor Schmerz und klammerte sich an ihn um nicht wieder hinzufallen. Indes wurde das jaulende Bellen der Jagdhunde immer lauter. „Verdammt, verdammt, verdammt“, mittlerweile fluchte auch Kian aus vollstem Herzen, denn ihm war nur zu bewusst wie schlecht es für sie beide aussah. Wegrennen konnten sie nicht, verstecken war bei den gut ausgebildeten Tieren vergebens und viel mehr gab es für sie nicht. Sie konnten nur noch ihrem Schicksal entgegen treten und auf ein Wunder hoffen. Doch als der erste riesige blauschwarze Hund aus dem Unterholz brach und sich knurrend vor sie stellte, schwand Kians Hoffnung sofort. Dieses Monster war nicht nachgiebig, dieses Tier würde sie beide zerreißen wie einen altersschwachen Teddybären aus Plüsch. Zitternd schob Kian Lea hinter sich und ließ den Hund nicht aus den Augen. Innerhalb weniger Augenblicke sammelten sich hinter der riesigen Hündin drei weitere, etwas kleinere, aber deswegen nicht weniger imposante Tiere und knurrten geifernd. Die beiden Feach rührten keinen Muskeln, viel zu viel Angst hatte sich in ihre Knochen geschlichen und verhinderten jegliche Bewegung. Glücklicherweise rührte sich auch die vier Köter nicht weiter, doch beruhigen konnte das niemand. „Na wen haben wir denn da?“ Breit grinsend trat Pertiz aus den Schatten des Waldes. Pertiz, der sie damals im Wald gefunden hatte. Pertiz, der sie hasste, warum auch immer. Pertiz, in dessen Augen Mordlust glitzerte. „Die kleine dreckige Hündin und ihr reudiger Köter.“ „Pertiz!“, wütend erklang Claires helle Stimme durch die unheimliche Atmosphäre. „Was?“, entnervt drehte der große, schrottige Mann sich zu seiner kleinen zierlichen Freundin um. „Du wirst ihr nichts tun!“ „Ach, und warum nicht? Du bist doch genauso ein Opfer ihrer Art, warum nimmst du sie plötzlich in Schutz?“ „Du, du weißt es?“, Claire sah ihn verdutzt an und in ihren Augen schimmerten glasklare Tränen. „Natürlich, was dachtest du denn? Ich bin schließlich Wolfsjäger, als würde es mir da entgehen, mit einem Halbblut zusammen zu leben!“ Verächtlich schnaubte er und stieß Claire grob mit der Hand zurück, als die blonde Frau auf ihn zu trat. „Aber um dich kümmere ich mich später, erst sind diese dreckigen Gören dran.“ Er wandte sich wieder ihnen zu. „Denn hier und jetzt endet eure Reise!“

[Rezept] Schoko-Bananen-Crunchy

Dienstag, 3. Februar 2015

Zutaten:
  • 2 Pck. Schokopuddingpulver (zum kalt anrühren)
  • Milch (entsprechend Packungsbeilage Puddingpulver)
  • 3 Bananen
  • 2 EL braunen Zucker
  • 2 EL Butter
  • eine halbe Tasse Haferflocken (etwa 100ml) 


Zubereitung:
  • zunächst den Schokopudding nach Packungsbeilage zubereiten, kalt stellen
  • in einer Pfanne die Butter und den Zucker geben, die Haferflocken zurühren und alles goldbraun braten
  • zur Seite stellen und fest werden lassen
  • die Bananen in Scheiben schneiden
  • zunächst eine Schicht Schokopudding in Gläser geben, danach eine Schicht Bananen, nocheinmal Schokopudding, Bananen, Schokopudding und als Abschluss eine Scheibe Banane obenauf legen und die festgewordenen Haferflocken drüber schichten
  • für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen

[Gedicht] Nirgendwo

Montag, 2. Februar 2015

Ich renne, versuche zu entkommen
Blut tropft von meinen Armen
Aus hundert pulsierenden Schnitten
Lebenssaft, der einfach verrinnt

Ich falle, ich fliege
Dunkelheit und Schmerz
Rasend schnell schlägt mein Herz
Bin die Beute, die es zu erlegen gilt

Die Jäger, auf meinen Fersen
Die Jäger der Zeit
Die grauen Männer, ohne Gewissen
Sie wollen mich, wollen meine Seele

Tropf, tropf, tropf
Schmerz zerrinnt zu Leere
Ich bin alleine, keuchender Atem
Alles um mich herum ist weiß

Lass mich fallen, bleibe einfach liegen
Blutrote Tropfen färben den Schnee um mich herum
Tränen gefrieren zu Diamanten
Zersplittern voller Pein

In mir ist alles leer, Dunkelheit
Bin alleine, mit euch um mich herum
Will fliegen, ich weiß, dass ich es kann
Es endet, mit einer sanften Landung
Mitten im Nirgendwo ...